Geht wählen! Nützt eure Stimme!

Soll ich  morgen wieder einmal ausschlafen oder doch lieber früher aufstehen? Habe ich mehr Lust auf Schoko- oder Vanilleeis? Wo soll es denn nächsten Sommer hingehen – an einen See in Österreich oder doch ans Meer?  Und was soll ich heute überhaupt anziehen? Entscheidungen über Entscheidungen und täglich treffen wir sie.

Wir treffen Entscheidungen sogar so oft, dass uns meistens gar nicht klar ist, dass wir sie getroffen haben. Das sind zumeist Entscheidungen, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden und gar keine andere Möglichkeit haben, als A oder B zu sagen. Das sind die Entscheidungen, die jede und jeder als ihr oder sein Leben bezeichnet. Dies können private oder auch berufliche Entscheidungen sein – manche fallen uns leichter und andere etwas schwerer. Und trotzdem: Wir treffen sie. Wir drehen uns nicht einfach um, gehen nicht einfach weg  und sagen, dass wir sie nicht treffen, denn – um bei einem der oben genannten Beispiele zu bleiben – wir müssen nun einmal irgendetwas anziehen.

Ganz egal, wie schwer uns das Treffen einer Entscheidung fällt, es hat auf jeden Fall Auswirkungen. Geht es um die tägliche Frage was man denn anziehen soll, werden die Folgen in den meisten Fällen nicht sehr verheerend sein. Und trotzdem überlegen wir, wägen ab, was besser zusammen passt und schauen vielleicht, wie das Wetter ist. Ganz schön viele Gedanken um etwas doch relativ Unwichtiges. Bei etwas größeren Themen, wie einem möglichen Jobwechsel oder allgemein den beruflichen Zukunftsplänen machen wir uns schon mehr Gedanken. Denn schließlich werden uns die Folgen der Entscheidungen, die wir heute treffen, auch noch morgen tangieren.

Wenn man nun aber noch größere Entscheidungen, wie beispielsweise politische, betrachtet, passiert oft das Gegenteil: Menschen entziehen sich der Entscheidung und fühlen sich nicht angesprochen. Sie tauchen ab, wenn es zu einer Wahl kommt, und bleiben damit aber meist anonym. Der Anonymitätsfaktor macht das Ganze erheblich einfacher, als bei einer beruflichen Entscheidung einfach nicht mehr in die Arbeit zu gehen. Wir glauben, dass es bei 8 Millionen Menschen niemandem auffallen wird, dass wir nicht wählen waren. „Bleiben doch eh noch Millionen andere, welche die Entscheidung treffen werden. Ich habe ja eh kein Mitspracherecht und meine Stimme kann da gar nichts verändern.“ Und das ist – meiner Meinung nach – eine absolut falsche Herangehensweise. Natürlich kann eine einzelne Stimme nicht die ganze Welt ändern, allerdings ist diese eine Stimme eine Möglichkeit, die Zukunft des Landes mitzugestalten und warum sollte man diese nicht nützen?

Warum ich diesen Artikel schreibe? Diesen Sonntag ist die Bundespräsidentenwahl und ich finde, dass jede und jeder ihr bzw. sein Wahlrecht nützen sollte. Wenn wir schon täglich 10 Minuten vor dem Kleiderschrank stehen, dann können wir uns auch die wenigen Sekunden nehmen, in denen wir ein Kreuzchen in der Wahlkabine machen. An welcher Stelle man sein Kreuz setzt, muss jede und jeder für sich selbst entscheiden und da kann und will ich auch gar nicht Wahlempfehlungen aussprechen. Was ich allerdings mit diesem Artikel schon bewirken möchte, ist, einen geistigen Stoß zu geben, wählen zu gehen um sich nicht im Nachhinein ärgern zu müssen, dass das Ergebnis nicht wie gewünscht aussieht. Ganz nach dem Motto: „Wenn man nicht wählen geht, darf man sich nachher auch nicht aufregen!“

In diesem Sinne: Geht wählen! Trefft Entscheidungen und nehmt diese eine Stimme, die ihr habt, ernst!

[An dem Foto habe ich keinerlei Rechte!  Copyright by fotolia.com]

 

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4 Kommentare zu „Geht wählen! Nützt eure Stimme!

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