Kurztrip nach Italien

Ein gutes Buch in der Hand. Blick auf’s Meer. Die Sonne im Gesicht. Ich kneife die Augen zusammen. Schiebe meine Sonnenbrille von meinem Kopf hinunter auf meine Nase. Ich befinde mich auf dem Balkon unseres Hotels. Unten auf der Straße höre ich zwei ältere italienische Damen, die sich ihrem Ton nach zu urteilen gerade sehr amüsieren. Unfassbar wie melodiös das Italienische klingt.

Diese 1000 Eindrücke versuche ich so gut wie möglich einzuatmen und aufzusaugen. Denn so ein kurzer Trip kann ganz schön schnell vorbei sein. Um genauer zu sein haben wir uns nach Triest und Grado begeben. Ich hätte wirklich nicht gedacht was 5 Tage Sonne und Wärme bewirken können: pure Entspannung und totaler Stressabbau. Schon nach nur wenigen Schritten am Meer entlang, hab ich wieder einmal gemerkt wie sehr ich doch ein Sommermensch bin. Ja klar, der Winter ist ganz nett, aber kann definitiv nicht mit dem Frühling und schon gar nicht mit dem Sommer mithalten

Hotel Miramare (absolut empfehlenswert)
Hotel Miramare, Triest (sehr empfehlenswert)
Castello Miramare
Castello Miramare, Triest

Castello Miramare

Nun aber zu den beiden Destinationen: Triest ist eine so wunderbare Stadt, mit deren schönen Ecken ich wirklich nicht gerechnet habe. Da wir ein wenig außerhalb der Stadt und direkt am Meer gewohnt haben, hatten wir es nicht weit zum Castello Miramare, das auf jeden Fall eine Empfehlung wert ist. Genauso hatte aber auch das Zentrum seinen Charme. Obwohl man doch auch viele ungepflegte, vielleicht etwas heruntergekommene Straßen außerhalb des Zentrums findet, bietet diese relativ kleine Stadt sehr viel Schönes. Wenige Touristen, eine entspannte und überhaupt nicht gestresste Stimmung und ein gutes Kultur-, sowie Shoppingangebot. Genau perfekt für einen Wochenendtrip.

Überrascht waren wir über die Art der Menschen – sehr offen und extrem freundlich. (Aber es ist ja nicht so, dass man das in Wien nicht auch finden würde…naja.)Auffallend war ebenfalls der Kleidungsstil der Leute bzw. die Stilrichtung, die fast jedes Geschäft angeboten hat: Sehr klassisch und meistens doch eher konservativ. Mode, die am Puls der Zeit ist, oder die sogenannte „Hipster-Mode“ findet man oder fanden wir zumindest kaum.

Castello Miramare
Castello Miramare

Triest

Duino
Duino

Da wir nach 4 Tagen Triest noch immer nicht genug Pizza und Pasta gegessen hatten, fuhren wir noch für einen Tag nach Grado. So enttäuschend der Großteil der Stadt aufgrund seiner Architektur und seinem nicht vorhandenen Charakter auch war, fanden wir um die Kirche herum doch noch einen alten Stadtkern, der wunderschöne und so charmante Gassen beinhaltet. Im Sommer kann Grado sicher eine nette Urlaubsdestination für diejenigen sein, die vor allem auf baden, essen und flanieren aus sind. Jedem/Jeder, der jedoch auf der Suche nach einem „echten“ italienischen Örtchen ist, kann ich von Grado nur abraten. Denn „echt“ ist hier kaum etwas. Im Gegenteil: Bei den meisten Straßen und Geschäften erhält man den Eindruck, dass alles ausschließlich für Touristen aufbereitet wird. Nicht unbedingt meines. Aber genug gemeckert.

Duino
Duino

Sonnenuntergang Triest

Alles in allem war es eine wunderbare Auszeit und Verschnaufpause, die genau zur richtigen Zeit kam. Einfach einmal spontan für ein Wochenende wegfahren – das kann ich nur jedem und jeder empfehlen. Es bewirkt wirklich Wunder.

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