Digital Detox

Mein Name ist Jana und ich bin süchtig…Ähm nein definitiv nicht nach dem, an das ihr jetzt vermutlich denkt. Ich rede hier nicht von Alkohol. Ich rede von Medien bzw. digitalen Geräten. Ohne meinem Handy mache ich kaum einen Schritt, nach dem Aufstehen sowie kurz vor dem Schlafen gehen checke ich meine Emails und diverse Social-Media-Plattformen und auch am Tag überprüfe ich viel zu oft mein Mobiltelefon, damit ich ja nichts wichtiges verpasse. Da so eine ständige Abhängigkeit nicht gesund sein kann und ich mich einfach einmal selbst testen wollte, habe ich vor ein paar Wochen ein Wochenende eine sogenannte Digital Detox Kur eingelegt bzw hatte dies vor.

Ich nahm mir also vor so lange es geht das Internet auf meinem Handy abzudrehen und mein Handy nur zum Musikhören zu verwenden. Tja in der Theorie klingt der Plan eigentlich ganz gut, allerdings habe ich da nicht mit dem tollen Service des Hotels gerechnet, in dem ich dieses Wochenende verbracht hatte: Auf meinem Nachtkästchen schön positioniert lag eine Kärtchen mit dem Wlan-Passwort. Ich musste nicht einmal danach fragen. Naja und da dachte ich mir nach ca. 3 Stunden ohne Internet, dass ich mich ja nur einmal einloggen könnte für den Fall, dass ich irgendwann etwas gaaaanz Wichtiges nachschauen müsste…und schon war mein Handy mit dem Wlan verbunden und ich bekam eine Reihe von neuen WhatsApp-Nachrichten und Mails. Nach diesem kleinen Rückfall ließ ich mein Handy im Zimmer liegen und verließ den Raum. Nach einigen Stunden im Spabereich war ich echt total entspannt: Sauna, Dampfbad und ein bisschen Schwimmen haben mich so abgelenkt, dass ich ganz auf mein Handy vergessen hatte. Ich legte mich also auf die super weiche Liege und blätterte in einer Zeitung, als ich mich fragte ob ich wohl spannende News verpasst hatte. Ich versuchte mich wieder auf den Artikel zu konzentrieren, aber immer wieder musste ich an mein Handy denken und die Angst etwas zu verpassen.

Als ich schließlich wieder im Zimmer war, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und checkte natürlich mein Handy. Schnell stellte ich fest, dass ich eigentlich nichts Besonderes verpasst hatte. Nach dieser Erkenntnis drehte ich mein Handy ab. Um 5 Uhr nachmittags drehte ich mein Handy einfach ab. Und das ist wirklich etwas sehr Untypisches für mich, denn normalerweise ist das Abschalten des Handys wirklich die allerletzte Sache, die vor dem Einschlafen passiert. Und nein, ich bin an diesem Tag nicht um 17:00 Uhr schlafen gegangen.

Der nächste Tag verlief ähnlich. Ich bewahrte mein Handy nicht in meiner Reichweite auf und warf nur ab und zu einen Blick darauf.

Obwohl ich nicht zu 100% die Finger von meinem Handy lassen konnte, habe ich einen unglaublichen Unterschied gemerkt. Ich hatte plötzlich das Gefühl eine Last weniger mit mir herum zu schleppen und einfach ein bisschen freier zu sein. Ich weiß, dass das nicht die „klassische“ Idee von Digital Detox ist, allerdings war es für mich schon ein großer Schritt weniger Zeit mit diesem kleinen viereckigen Ding zu verbringen, als ich es normalerweise Weise tue.
Allerdings nehme ich mir ganz fest vor, in naher Zukunft wirklich ein paar „richtige“ Digital Detox Tage einzulegen. Ob ich es wirklich schaffe, ist wieder etwas Anderes. 😉 Ich werde euch aber auf jeden Fall auch über meinen nächsten Digital Detox-Versuch berichten.

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2 Kommentare zu „Digital Detox

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